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Die Mitglieder des Vereins Freundeskreis Waldkrankenhaus Köppern e.V. unterstützen ehrenamtlich Patienten im Waldkrankenhaus durch Ausrichtung von Aktivitäten für und mit den Patienten. Mit diesen Mitteln tragen wir zum Abbau von Vorurteilen gegenüber psychisch Kranken und suchtmittelabhängigen Menschen bei und fördern deren Integration in die Gesellschaft. Hier möchten wir mit Anderen in Kontakt treten!

Freundeskreis Waldkrankenhaus Köppern e.V.

Kompetent mit Menschen

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mit den Ersparnissen aus dieser Tätigkeit einen halbjährigen Aufenthalt am Anatomischen Institut in Straßburg bei Wilhelm von Waldeyer-Hartz, der zu dieser Zeit einer der führenden Vertreter der Anatomie war. Dieser halbjährigen Arbeit in Straßburg folgten dann wieder Praxisvertretungen in Deutschland.

Anlässlich von Fortbildungsveranstaltungen lernte Sioli Carl Westphal kennen, den Leiter der Psychiatrischen Klinik der Charitè in Berlin. Dieser Kontakt zu Westphal und seiner Arbeit dürfte für Siolis Entscheidung, sich der Psychiatrie zu widmen, ausschlaggebend gewesen sein. Sioli übernahm dann zunächst im April 1877 eine Assistenzarztstelle in der Anstalt Nietleben bei Halle. Der Gründer dieser Anstalt, Heinrich Damerow, hatte hier sein Konzept der „relativ verbundenen Heil- und Pflegeanstalt“ realisiert und damit die deutsche Anstaltspsychiatrie in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts beeinflusst.

Mit dem Konzept der „relativ verbundenen Heil- und Pflegeanstalten“ wurde die Aufteilung in die besser ausgestatteten Heilanstalten für die als heilbar angesehenen Irren und die schlechter ausgestatteten Pflegeanstalten für die chronisch Kranken aufgegeben.

Nach Heinrich Damerow wurde im Jahre 1866 Johann Moritz Koeppe neuer Leiter der Anstalt Nietleben. Er schaffte in der stationären Psychiatrie alle Zwangsmittel ab und als sein Mitarbeiter ab April 1877 erlebte Sioli hier erste Ansätze einer möglichst freizügigen Behandlung von Geisteskranken und ihrer Beschäftigung in ländlicher Umgebung.

Im Oktober 1877, bereits schon nach einem halben Jahr nachdem Sioli die Assistenzarztstelle in der Anstalt Nietleben angetreten hatte, bekam er die von ihm seit langen angestrebte Assistentenstelle bei Carl Westphal an der Psychiatrischen Klinik der Charitè in Berlin. Julius Raecke, ein späterer Assistent von Sioli berichtete, dass nach Erzählungen von Sioli die Jahre in Berlin die schönste Zeit seines Lebens gewesen sein soll.

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