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Die Mitglieder des Vereins Freundeskreis Waldkrankenhaus Köppern e.V. unterstützen ehrenamtlich Patienten im Waldkrankenhaus durch Ausrichtung von Aktivitäten für und mit den Patienten. Mit diesen Mitteln tragen wir zum Abbau von Vorurteilen gegenüber psychisch Kranken und suchtmittelabhängigen Menschen bei und fördern deren Integration in die Gesellschaft. Hier möchten wir mit Anderen in Kontakt treten!

Freundeskreis Waldkrankenhaus Köppern e.V.

Kompetent mit Menschen

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In der Magistratssitzung vom 13. Juni 1913 mussten die Baupläne für die Köpperner Anstalt erneut behandelt werden, da bis dahin keine ärztlichen Räume berücksichtigt waren. Außer den Landhäusern für die Patienten wurde noch an der Talstraße das Verwaltungsgebäude mit einer Wohnung für den Verwaltungsleiter und ein Wirtschaftsgebäude mit Heizung, Wäscherei, Küche und Nebenräumen errichtet. Es stand zwischen dem neuen Verwaltungsgebäude und dem alten Wohnhaus der „Hüttenmühle“. Zwei Brunnen im Bereich der Buchenwiese zwischen Hütten- und Walkmühle versorgten die gesamte Anstalt mit Trinkwasser, das in einen Hochbehälter am oberen Ende des „Neuen Feldes“ gepumpt wurde und von dort aus dem natürlichen Druckgefälle entsprechend die einzelnen Häuser versorgte. Gegenüber dem Landhaus 1 wurde das sogenannte Oberarzthaus für den vor Ort tätigen Oberarzt errichtet.

Im November 1913 wurde die erweiterte Anstalt in Köppern mit ca. 130 Betten fertiggestellt und mit Patienten aus Frankfurt am Main belegt. Die beiden Abteilungen der Anstalt trugen als Vorgänger des heutigen „Waldkrankenhauses Köppern“ die gemeinsame Bezeichnung „Köpperner Anstaltsverwaltung Hüttenmühle – Neuefeld“. Gegenüber den bei der Planung 1910 geschätzten Baukosten in Höhe von 1.022.000 Mark beliefen sich die tatsächlichen im Jahre 1913 auf 1.031.000 Mark.

Broschüre von Sioli

Über den Bau der neuen Anstalt in Köppern verfasste Sioli die Broschüre „Die neuen Heilanstalten Neuefeld und Hüttenmühle für psychisch Kranke und Nervöse der Stadt Frankfurt am Main im Köpperner Tal“, die im Druck von Voigt & Gleiber 1913 erschienen ist. Die Rahmenbedingungen für die Behandlung von Patienten in der Anstalt Köppern hat Sioli in dem „Spezialbericht über die Filiale Köppern 1905/06“ wie folgt formuliert:

1. Völlige Abstinenz von geistigen Getränken

2. Nichtverlassen des Anstaltsgebietes außer mit besonderer Erlaubnis des Direktors

3. Unterschiedslose Beteiligung an allen notwendigen und dem Einzelnen zugeteilten Arbeiten

4. Wöchentliches Taschengeld von -,30 Mark, welches jedoch nicht zur Auszahlung gelangte, sondern jedem Kranken gutgeschrieben und bei seiner Entlassung ausgezahlt wurde, damit der Kranke bis zur Erlangung von Arbeit vor Existenznot geschützt war.

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