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Die Mitglieder des Vereins Freundeskreis Waldkrankenhaus Köppern e.V. unterstützen ehrenamtlich Patienten im Waldkrankenhaus durch Ausrichtung von Aktivitäten für und mit den Patienten. Mit diesen Mitteln tragen wir zum Abbau von Vorurteilen gegenüber psychisch Kranken und suchtmittelabhängigen Menschen bei und fördern deren Integration in die Gesellschaft. Hier möchten wir mit Anderen in Kontakt treten!

Freundeskreis Waldkrankenhaus Köppern e.V.

Kompetent mit Menschen

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Ab 1870 nahm die Zahl der Frankfurter Einwohner dramatisch zu, die Aufnahmen in der neu errichteten „Anstalt für Irre und Epileptische“ auf dem Affenstein stiegen erheblich an, mit der Folge, dass die Anstalt bald zu klein war. Das führte dazu, dass ab 1877 ruhigere Geisteskranke ins Städtische Armenhaus verlegt, und als hier der Platz auch nicht mehr ausreichte, chronisch Kranke zum Teil in weit außerhalb der Stadt Frankfurt am Main gelegene Anstalten verlegt wurden. Im Jahr 1880 war die Anstalt mit 220 Patienten überfüllt.

Heinrich Hoffmann ging am 1. Juli 1888 nach 37jähriger Tätigkeit an der „Anstalt für Irre und Epileptische“ im Alter von 79 Jahren in den Ruhestand. Ihm gebührt der Verdienst, dass er mit der neu erbauten „Anstalt für Irre und Epileptische“ ein für damalige Zeit modernes psychiatrisches Krankenhaus geschaffen hatte.

Nach nur kurzer kommissarischer Leitung durch August Knoblauch übernahm – wie bereits schon erwähnt – Emil Sioli im Alter von 36 Jahren am 1. November 1888 als Direktor die Leitung der „Anstalt für Irre und Epileptische“.

Schon bei seinem Dienstantritt forderte Sioli für die chronisch Kranken eine „Irrencolonie“, da er aufgrund tabellarischer Übersichten über die stationären Aufnahmen und Entlassungen der „Anstalt für Irre und Epileptische“ innerhalb der letzten 25 Jahre überzeugt war, dass auch nach einem Umbau der vorhandene Platz nicht ausreichen würde. Am 1. Dezember 1888, einen Monat nach seinem Dienstantritt, legte er bereits sein Konzept für die Umgestaltung der „Anstalt für Irre und Epileptische“ vor.

Am 19. Dezember 1888 kam der 24jährige Alois Alzheimer aus Würzburg als Assistenzarzt in die „Anstalt für Irre und Epileptische“ und am 18. März 1889 nahm der 29jährige Franz Nissl auf der neu eingerichteten Stelle des zweiten Arztes – der zweite Arzt entspricht dem heutigen Oberarzt – seine Arbeit auf. In der Zusammenarbeit mit diesen beiden Ärzten entfernte Sioli alle in der Behandlung bisher verwendete Zwangsmittel, er erweiterte die Bettbehandlung und richtete eine Bäderbehandlung ein. Sioli, Nissl und Alzheimer gestalteten in der Folge die „Anstalt für Irre und Epileptische“ konsequent in eine moderne psychiatrische Anstalt um. In einer Veröffentlichung schreibt Alzheimer später folgendes darüber:

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