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Die Mitglieder des Vereins Freundeskreis Waldkrankenhaus Köppern e.V. unterstützen ehrenamtlich Patienten im Waldkrankenhaus durch Ausrichtung von Aktivitäten für und mit den Patienten. Mit diesen Mitteln tragen wir zum Abbau von Vorurteilen gegenüber psychisch Kranken und suchtmittelabhängigen Menschen bei und fördern deren Integration in die Gesellschaft. Hier möchten wir mit Anderen in Kontakt treten!

Freundeskreis Waldkrankenhaus Köppern e.V.

Kompetent mit Menschen

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Sioli blieb nur sechs Jahre bis 1888 in der Anstalt Bunzlau. Am 1. November 1888 wurde er im Alter von 36 Jahren als Nachfolger von Heinrich Hoffmann als Direktor der Frankfurter „Anstalt für Irre und Epileptische“ eingestellt, nachdem ihm durch Beschluss der städtischen Gremien sowohl die ärztliche wie auch die Verwaltungsleitung der Anstalt garantiert worden war.

Um das Wirken von Sioli in Frankfurt und Friedrichsdorf würdigen zu können, ist es zunächst erforderlich, sich etwas mit der Geschichte der psychiatrischen Versorgung in Frankfurt am Main und der „Anstalt für Irre und Epileptische“ bis 1888 zu beschäftigen.

Geisteskranke wurden bis zum Mittelalter vielfach nicht als eine besondere Gruppe wahrgenommen, sondern zusammen mit Armen, körperlich Kranken und Straffälligen in Armenhäusern, Hospitälern und Gefängnissen untergebracht. Im Mittelalter war die Fürsorge für Arme und Geisteskranke überwiegend eine Aufgabe der Kirche und der Klöster, so auch in Frankfurt am Main. Diejenigen Irren, von denen keine Gefahr ausging, waren vermutlich sich selbst und ihrer Familie überlassen, gefährliche Irre wurden eingesperrt, von außerhalb stammende Geisteskranke dagegen über die Ortsgrenze abgeschoben, sobald sie Anstoß erregten oder andere gefährdeten. Der Schutz der Allgemeinheit stand an erster Stelle.

In Frankfurt am Main wurden im Mittelalter drei große Stiftungen gegründet: die „Stiftung des Hospitals zum heiligen Geist“, die „Stiftung des St. Katharinen und Weissfrauenstifts“ und der „Allgemeine Almosenkasten“. Die „Stiftung des Hospitals zum heiligen Geist“ und der „Allgemeine Almosenkasten“ stellten finanzielle Mittel zur Versorgung Geisteskranker bereit. Im Jahre 1477 richtete das Heilig-Geist-Spital erstmals eine Abteilung für Geisteskranke ein.

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