foto1
foto1
foto1
foto1
foto1
Die Mitglieder des Vereins Freundeskreis Waldkrankenhaus Köppern e.V. unterstützen ehrenamtlich Patienten im Waldkrankenhaus durch Ausrichtung von Aktivitäten für und mit den Patienten. Mit diesen Mitteln tragen wir zum Abbau von Vorurteilen gegenüber psychisch Kranken und suchtmittelabhängigen Menschen bei und fördern deren Integration in die Gesellschaft. Hier möchten wir mit Anderen in Kontakt treten!

Freundeskreis Waldkrankenhaus Köppern e.V.

Kompetent mit Menschen

Bewertung: 5 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern aktiv
 

Mit der Gründung der „agricolen Colonie“ in Köppern war Siolis langgehegter Wunsch in Erfüllung gegangen. Hier erlebten die Patienten ein Ausmaß an Freizügigkeit und Eigenverantwortung, wie es ihnen in der Hauptanstalt in Frankfurt am Main nicht zugestanden werden konnte. Köppern bot als Standort für eine „agricole Colonie“ günstige Voraussetzungen. Die landschaftlich schöne Lage entsprach Siolis Vorstellungen, und bereits 1895 war die Bahnstrecke zwischen Bad Homburg und Usingen eröffnet worden, so dass Köppern mit einem öffentlichen Verkehrsmittel relativ günstig erreichbar war. Am 1. Dezember 1900 hatte die Gemeinde Köppern 1.204 Einwohner. Köppern war durch die Einnahmen aus einem größeren Quarzit-Steinbruch und der Jagdverpachtung wohlhabend. Ab 1908 hatte der Ort einen hauptamtlichen Bürgermeister und ab 1909 einen eigenen niedergelassenen Arzt. Köppern war bereits Sitz einer anderen überörtlichen Einrichtung. So wurde 1906 in der 1580 erbauten Teichmühle ein Erholungsheim für mittlere Justizbeamte Deutschlands gegründet, das jedoch nicht die erhoffte Entwicklung nahm, so dass sich hier zunächst ein Ausflugslokal und ab 1910 eine Fliegerschule etablierte. 1919 wurde die Teichmühle ein Teil der Köpperner Anstalt.

Fachwerkbaracken

Zwischenzeitlich war Sioli 1907 vom „Preußischen Ministerium der Geistlichen und Unterrichtsangelegenheiten“ zum Professor ernannt worden, ein Ausdruck der Anerkennung, die ihm für seine praktische und wissenschaftliche Arbeit zuteil wurde.

Es musste jedoch sehr bald erkannt werden, dass weder die „Filiale A“, der Prächtershof in Bornheim, noch die „Filiale B“, die Anstalt in Köppern, und auch nicht die Heil- und Pflegeanstalt in Weilmünster, die nicht von Sioli geleitet wurde, die notwendige und gewünschte Entlastung für die Hauptanstalt in Frankfurt am Main, die „Anstalt für Irre und Epileptische„ brachte.

Sioli strebte deshalb in Köppern eine erweiterte Filiale der Frankfurter „Anstalt für Irre und Epileptische“ an. Geisteskranke, Epileptiker, Alkoholiker, Patienten nmit Lähmungen und Nervenkranke sollten hier behandelt werden. Außerdem plante Sioli teilstationäre Nachsorgeeinrichtungen und betreute Wohnungen.

2017 Copyright Freundeskreis Waldkrankenhaus Köppern e.V. - 2015 Rights Reserved