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Die Mitglieder des Vereins Freundeskreis Waldkrankenhaus Köppern e.V. unterstützen ehrenamtlich Patienten im Waldkrankenhaus durch Ausrichtung von Aktivitäten für und mit den Patienten. Mit diesen Mitteln tragen wir zum Abbau von Vorurteilen gegenüber psychisch Kranken und suchtmittelabhängigen Menschen bei und fördern deren Integration in die Gesellschaft. Hier möchten wir mit Anderen in Kontakt treten!

Freundeskreis Waldkrankenhaus Köppern e.V.

Kompetent mit Menschen

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Durch die Ernennung zum Ordinarius ergab sich die zusätzliche Verpflichtung, „die Psychiatrie in theoretischen und klinischen Vorlesungen zu vertreten“. Gleichzeitig wurde er zum „Direktor der Universitäts-Irrenklinik“ bestellt und erhielt im Juli 1916 zusammen mit Ludwig Edinger den damals innerhalb der preußischen Beamtenhierarchie üblichen Titel „Geheimer Medizinalrat“: Im  Wintersemester 1915/16 war Sioli Dekan der Medizinischen Fakultät.

Als regelmäßige Vorlesung bot Sioli die „Psychiatrische Klinik“ an und fakultativ dazu las er im Sommersemester 1915 „Zur Psychopathologie des Verbrechers“ und „Gerichtliche Medizin“. Sioli scheint jedoch seine Vorlesungsaktivitäten zunehmend wegen Arbeitsüberlastung eingeschränkt zu haben, da die beiden fakultativen Vorlesungen ab dem Wintersemester 1915/16 nicht mehr stattfanden. Seine letzte Vorlesung hielt Sioli im Sommersemester 1919, im Herbst des gleichen Jahres wurde er emeritiert. Er hatte die Altersgrenze erreicht.

Sein Schüler Raecke nennt nicht nur die offiziellen, sondern auch die persönlichen Gründe, die Sioli den Rückzug aus der Universität und dem Berufsleben erleichterten. So waren am 12. Januar 1918 seine Frau Klara und am 14. Dezember 1918 sein dritter Sohn Angelo verstorben und seine beiden ältesten Söhne Franz und Karl im Ersten Weltkrieg verwundet worden. Diese Schicksalsschläge machten die ersten Spuren zeitweiligen Nachlassens seiner Elastizität sichtbar. Er erschien bisweilen reizbar und launisch und kümmerte sich nicht mehr um die Einzelheiten. Er ließ manches, dessen Ausbau ihm früher am Herzen gelegen hatte, gleichgültig seiner Hand entgleiten.

Nach dem Zusammenbruch des Kaiserreiches und dem politischen Umschwung, als die erbitterten Tarifkämpfe einsetzten und die politischen Forderungen nach einer berufsständischen Emanzipation des Pflegepersonals laut wurden, verlor er zeitweise das Vertrauen zu seinem Personal, das ihm nicht mehr seine jahrelangen Bemühungen um die Erhöhung der Gehälter und Vermehrung des Urlaubs zu danken schien, sondern fortgerissen von der allgemeinen Bewegung ganz neue Forderungen aufstellte.

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